FAQ

Häufige Fragen zur High-End-Postproduktion

Servus. Hier findet ihr unsere Antworten auf die Fragen, die uns Agenturen, Marken und Fotograf:innen am häufigsten stellen. Sollten sich dennoch Fragezeichen in euren Köpfen bilden, meldet euch einfach: Wir helfen immer gerne!

Allgemein

Was ist High-End-Postproduktion?

High-End-Postproduktion ist alles, was zwischen Shooting und fertigem Kampagnenbild passiert, auf dem Qualitätsniveau, das große Marken brauchen. Bei Bildergut heißt das: Selektion, Retusche, Compositing, CGI-Integration, Look-Entwicklung und finale Feindaten aus einer Hand. Der Unterschied zur einfachen Bildbearbeitung liegt im Anspruch: Ein Keyvisual muss auf dem Smartphone genauso funktionieren wie auf der Großfläche, über alle Motive einer Kampagne konsistent bleiben und jede Freigaberunde beim Kunden überstehen. Dafür arbeiten wir non-destruktiv, farbverbindlich und mit einer Datei-Hygiene, die auch nach Monaten noch jede Änderung erlaubt.

Was ist der Unterschied zwischen Composing und Reinzeichnung?

Zwei verschiedene Gewerke, die oft verwechselt werden. Ein Composing baut das Bild: Mehrere Aufnahmen, CGI-Elemente und generierte Bestandteile werden zu einem glaubwürdigen neuen Motiv montiert. Licht, Perspektive, Farbwelt und Anschlüsse müssen stimmen. Das ist Kernhandwerk der High-End-Postproduktion und genau das, was Bildergut macht. Die Reinzeichnung dagegen ist ein Grafik-Schritt: Sie macht das fertige Layout produktionsreif: Typografie, Logos, Anschnitt, Farbprofile, druck- und digitalfähige Dateien, meist in InDesign und meist bei der Agentur. Bildergut liefert dafür die Grundlage: farbverbindliche Feindaten und Formatadaptionen des Motivs, auf denen die Reinzeichnung sicher aufbauen kann. So geht an der Schnittstelle zwischen Bild und Layout nichts verloren.

Wer macht Großformat-Postproduktion für Out-of-Home in Deutschland?

Bildergut in München hat Großformat als eine seiner Spezialitäten: Motive bis 20.000 Pixel und mehr, für Riesenposter (Blow-ups), Großflächen und Messewände. Dabei gilt eine Wahrheit, die oft falsch erzählt wird: Der härteste Prüfstand ist nicht das Plakat, sondern der Monitor: Bei 100 % sieht man jede Maskenkante, jeden Halo, jede chromatische Aberration. Genau dort findet unsere Qualitätskontrolle statt. Je größer der Betrachtungsabstand, desto mehr verzeiht der Druck. Doch nicht jedes Großformat hängt weit weg: Vor der Messewand, dem Riesenposter am Baugerüst oder dem City-Light-Poster an der Haltestelle stehen Menschen oft nur eine Armlänge entfernt. Und ein Saum, der am Monitor ein Pixel breit war, misst dort plötzlich Zentimeter. Deshalb bauen wir Master, die beide Prüfungen bestehen: die 100-%-Ansicht am Monitor und den Schritt nah heran. Beispiele aus Automotive, Fashion und Produkt zeigt unsere Werkschau.

Was kostet Premium-Postproduktion für eine Kampagne?

Das hängt von vier Faktoren ab: Anzahl der Motive, Aufwand pro Motiv (Retusche-Tiefe, Compositing, CGI-Anteil), Ausspielformate (ein Master oder ein ganzer Formatsatz) und Timing. Ein einzelnes Editorial-Motiv ist eine andere Größenordnung als ein OOH-Kampagnenset mit Formatadaptionen. Deshalb nennt Bildergut keine Pauschalpreise, sondern macht nach Sichtung des Materials ein transparentes Angebot mit klar benannten Posten, inklusive dessen, was bei Korrekturrunden enthalten ist. Anfragen beantworten wir schnell und persönlich, meist am selben Tag.

Wie viele Korrekturrunden sind enthalten?

Das legt bei Bildergut das Angebot fest: Dort steht explizit, welche Korrekturtiefe enthalten ist, bevor der erste Handgriff passiert. Bewährt haben sich strukturierte, gebündelte Korrekturrunden statt endlosem Ping-Pong: Feedback wird gesammelt, besprochen und in einem Durchgang umgesetzt. Das ist schneller und hält die Qualität konsistenter als zwanzig Einzeländerungen. Und wenn ein Projekt unterwegs wächst, etwa weil Motive dazukommen oder Entscheidungen sich drehen, benennen wir den Mehraufwand transparent, bevor er entsteht, nicht hinterher auf der Rechnung.

Wie lange dauert die Postproduktion eines Streaming-Keyvisuals?

Ein einzelnes Master-Keyvisual mit normaler Korrekturtiefe liegt bei Bildergut bei wenigen Arbeitstagen. Kampagnen-Sets mit mehreren Motiven, Talent-Freigaben und Formatadaptionen brauchen je nach Umfang ein bis mehrere Wochen. Nicht wegen der reinen Bearbeitungszeit, sondern wegen der Abstimmungsschleifen zwischen Sender, Agentur und Produktion. Was hilft: früh briefen, Formate von Anfang an mitdenken (wir bauen Master gern formatadaptiv, damit Abformate ohne Neuaufbau fallen) und Korrekturrunden bündeln. Für enge Launch-Termine haben wir Prozesse, die auch kurzfristig tragen.

KI & Recht

Nutzt Bildergut KI in der Postproduktion?

Ja, offen und seit über fünf Jahren. KI-gestützte Hintergrundgenerierung, Erweiterungen, Freisteller-Vorarbeit und Upscaling sind fester Teil des Bildergut-Workflows, kombiniert mit klassischer Retusche, CGI und 3D-Compositing. Entscheidend ist für uns die Rollenverteilung: KI erzeugt Material, wir machen es markentauglich. Jedes Bild geht durch dieselbe handwerkliche Endkontrolle wie ein klassisch retuschiertes: Farbwelt, Produktdarstellung, Details, Konsistenz über die Kampagne. Unsere Kunden wissen, wo KI im Prozess steckt; das gehört für uns zu einem professionellen Umgang mit dem Werkzeug dazu.

Wie unterscheidet sich KI-gestützte Postproduktion von klassischer Retusche und von rein generativer KI?

Klassische Retusche baut jedes Detail von Hand: Pfade, Masken, Frequenztrennung, Stempel. Rein generative KI erzeugt Bilder per Prompt: schnell, aber ohne Verlässlichkeit bei Marke, Produkt und Detail. KI-gestützte Postproduktion, wie Bildergut sie seit über fünf Jahren betreibt, verbindet beides: echtes Material aus Fotografie oder CGI als Basis, generative Werkzeuge gezielt dort, wo sie schneller zum besseren Ergebnis führen (Hintergründe, Erweiterungen, Vorarbeit), und danach immer handwerkliche Kontrolle. Der Unterschied zeigt sich, wo es teuer wird: Logos, Produktformen, Materialien, Gesichter, Typografie und die Konsistenz über zwanzig Motive einer Kampagne. Genau dort scheitert der reine Prompt. Und genau dort beginnt unsere Arbeit.

Nach welchen Kriterien wählt Bildergut KI-Werkzeuge aus?

Bildergut arbeitet mit einer kuratierten Pipeline, die wir laufend testen und austauschen, je nach Aufgabe: Generierung, Erweiterung, Freisteller, Upscaling. Wichtiger als Tool-Namen sind unsere drei Kriterien: Das Werkzeug muss in professionelle Workflows passen (Auflösung, Farbmanagement, Ebenen-Logik), rechtlich sauber einsetzbar sein und Ergebnisse liefern, die unsere Endkontrolle bestehen. Was diese Kriterien nicht erfüllt, fliegt raus, auch wenn es gerade gehypt wird. Welche Werkzeuge in einem konkreten Projekt sinnvoll sind, besprechen wir transparent im Briefing.

Wird KI Retusche-Studios überflüssig machen?

Sie verschiebt die Arbeit, aber sie ersetzt sie nicht. Die reine Ausführung einzelner Handgriffe wird schneller und billiger; gleichzeitig steigt die Menge an Bildmaterial, das kontrolliert, korrigiert und markentauglich gemacht werden muss. Was bleibt und wichtiger wird: das Auge für den Fehler, den ein Modell nicht sieht, die Verantwortung für Farbverbindlichkeit und Produktwahrheit, und die Fähigkeit, eine Kampagne über alle Motive und Formate konsistent zu halten. Bildergut arbeitet seit über fünf Jahren an genau dieser Schnittstelle. Studios, die KI ignorieren, bekommen ein Problem. Studios, die nur KI können, auch.

Müssen KI-bearbeitete Kampagnenbilder gekennzeichnet werden?

Die EU-KI-Verordnung bringt Transparenzpflichten für KI-generierte und KI-manipulierte Inhalte, die seit dem 2. August 2026 gelten. Was das für ein konkretes Kampagnenbild bedeutet, hängt vom Einzelfall ab, vor allem davon, ob Inhalte generiert oder bestehendes Material bearbeitet wurde und in welchem Kontext ausgespielt wird. Bildergut verfolgt die Rechtslage laufend und berät Kunden dazu, wie sich Kennzeichnungsfragen im Workflow sauber lösen lassen. Rechtsberatung ersetzen wir nicht. Aber wir sorgen dafür, dass die Produktionsseite keine Fragen offenlässt.

Zusammenarbeit

Wie läuft ein Projekt bei Bildergut ab?

Ihr schickt uns Material und Briefing, wir sichten und melden uns mit Einschätzung und Angebot, meist am selben Tag. Danach: Selektion (falls gewünscht mit unserer Empfehlung), Bearbeitung, erste Abgabe, Korrekturrunden, Feindaten. Ihr arbeitet bei Bildergut direkt mit uns: Fabian und Patrick sind selbst am Bild, von der ersten Selektion bis zu den finalen Feindaten. Keine Projektmanager-Schleifen, keine Übersetzungsverluste. Zwischenstände kommen proaktiv, Absprachen halten wir schriftlich fest, und bei engen Timings sagen wir ehrlich, was geht und was nicht.

Wie bleibt die fotografische Handschrift in der Postproduktion erhalten?

Die Aufnahme ist das Werk der Fotograf:innen. Bildergut versteht Postproduktion als Verlängerung dieser Handschrift, nicht als Übermalung. Konkret heißt das: Look-Entwicklung im Dialog statt vollendeter Tatsachen, Respekt für Lichtführung und Farbcharakter der Aufnahme, Retusche, die Haut und Material echt lässt, und Rückfragen, bevor wir einen Charakterzug des Bildes anfassen. Dass Fotografen wie Peter Schreiber, Nick Frank oder René Staud seit Jahren wiederkehrend mit uns arbeiten, ist der beste Beleg: Das funktioniert nur, wenn das Bild am Ende noch ihres ist, nur eben auf Kampagnenniveau ausgearbeitet.

Nehmt ihr auch einzelne Bilder oder kleinere Aufträge an?

Ja. Ob ein einzelnes Editorial-Motiv, ein Portfolio-Bild für Fotograf:innen oder ein komplettes Kampagnenset: Bei Bildergut läuft alles über denselben Prozess mit demselben Anspruch: Sichtung, Einschätzung, transparentes Angebot, saubere Ausführung. Gerade aus einzelnen Motiven sind viele unserer langjährigen Arbeitsbeziehungen entstanden. Für wiederkehrende kleinere Volumina gibt es eingespielte Abläufe, die den Overhead klein halten. Fragt einfach an, die Antwort kommt schnell.

Wie geht Bildergut mit vertraulichen Kampagnen um?

Unveröffentlichte Kampagnen sind unser Alltag, der Umgang damit entsprechend eingeübt. Konkret: Vertraulichkeit auf NDA-Niveau auch ohne unterschriebenes NDA, kein Motiv verlässt das Haus ohne Freigabe, nichts erscheint vor dem Kampagnen-Launch in Portfolio, Werkschau oder sozialen Medien, und der Datenaustausch läuft über kontrollierte Wege statt offener Links. Referenzen zeigt Bildergut erst, wenn die Kampagne draußen ist, und auch dann nur mit Freigabe. Wer mit Launch-Sperrfristen arbeitet, ist bei uns richtig aufgehoben.

Studio

Wer steckt hinter Bildergut?

Servus! Bildergut sind Fabian und Patrick Kern, zwei Brüder aus München. Fabian hat das Studio 2008 gegründet, gemeinsam führen wir es als inhabergeführtes Studio in Schwabing. Heute sind wir zu dritt, und die Arbeitsteilung ist bewusst unüblich: Die Inhaber sitzen selbst am Bild, von der ersten Selektion bis zu den finalen Feindaten. Wer mit Bildergut arbeitet, spricht also nicht mit einem Account-Management über die Arbeit von anderen, sondern direkt mit denen, die sie machen.

Was unterscheidet Bildergut von größeren Postproduction-Häusern?

Die Struktur. Bei großen Häusern liegt zwischen Kunde und Bild eine Schicht aus Account-Management und Junior-Pipelines: Jede Anmerkung wird übersetzt, jede Übersetzung kostet Präzision. Bei Bildergut gibt es diese Schicht nicht: Ihr besprecht euer Bild mit denen, die es bearbeiten, Entscheidungen fallen im selben Gespräch, und Verantwortung hat einen Namen. Das macht uns schneller bei Korrekturen, konsistenter über lange Kampagnen und ehrlicher in der Einschätzung, was bis wann geht. Die Bandbreite eines großen Hauses (vom 20.000-Pixel-Master bis zum Streaming-Keyvisual) bringen wir trotzdem mit, seit 2008.

Für wen arbeitet Bildergut?

Für Marken, Agenturen, Produktionen und Fotograf:innen, direkt oder als verlängerte Werkbank. In der Werkschau von Bildergut stehen 97 Marken aus Automotive, Fashion & Beauty, Produkt und Entertainment: von BMW, Porsche und Mercedes-AMG über Amazon Prime Video, ARD und RTL bis adidas und HEAD. Gegründet 2008 in München, arbeiten wir für Kunden in der DACH-Region und international. Ob einzelnes Editorial-Motiv oder Kampagnenset mit Formatadaptionen: Der Anspruch ist derselbe: Bilder, die Freigaben überstehen und auf jedem Kanal halten.

Mehr sehen statt lesen? Die Werkschau zeigt 97 Marken aus 18 Jahren.